Erfolgreicher Workshop zum Thema Leichtbau: Lohmann Gastgeber für Event der Transferinitiative RLP

Wettbewerbsfähigkeit sicher zu stellen, ist für Unternehmen eines der primären Ziele. Da ist die Firma Lohmann keine Ausnahme. Deshalb hat das Unternehmen mit Stammsitz in Neuwied, Rheinland-Pfalz, nun eine gemeinsame Veranstaltung mit der Transferinitiative RLP, die sich für Unternehmen in Rheinland-Pfalz einsetzt, durchgeführt. Unter der Überschrift „Leichtbau“ kamen Vertreter unterschiedlichster Unternehmen, des MPI für Polymerforschung in Mainz und der technischen Universität Kaiserslautern im Lohmann TEC-Center zusammen, um sich über mögliche, gemeinsame Projekte auszutauschen.   Die zehn externen Teilnehmer aus dem Bereich Faserverbundwerkstoffe und die „Bonding Engineers“ der Firma Lohmann lernten sich bei einem gemeinsamen Workshop zum Thema „Leichtbau“ in der hauseigenen Bonding Arena® im Technologiezentrum Neuwied besser kennen. Leichtbau und neue Materialien ist einer von drei Themengebieten, die schwerpunktmäßig von der Transferinitiative RLP betreut werden. Denn: Die Industrie steht vermehrt vor der Herausforderung, hochkomplexe Bauteile und Komponenten zu fertigen, die erheblich leichter und gleichzeitig belastbarer sind als die bisherigen. Hierzu müssen in der Werkstoffforschung und der Konstruktion neue Wege gegangen werden, um neue Materialien, die gleichzeitig nachhaltig sind, zu entwickeln. Das gilt  beispielsweise für den Fahrzeugbau, aber auch für den Maschinen- und Anlagenbau. Hierfür braucht es exzellente Partner, die sich den Herausforderungen der Industrie stellen können. Lohmann ist so ein Partner. Die reaktiven, teilweise strukturellen Klebefilme der „Bonding Engineers“, die DuploTEC® SBF Reihe, sind die ideale Lösung für die industriellen Probleme. Das haben auch die anderen Teilnehmer während des Workshops erkannt. So ist beispielsweise bereits ein Gegenbesuch und gemeinsames Projekt mit dem namhaften Hersteller von Bauteilen für den Motorsport, „capricorn COMPOSITE“, in Arbeit. Für die Hannovermesse im April 2018 planen die Unternehmen gemeinsame Auftritte und Marketing Instrumente. Aber auch der Bereich technische Textilien gewinnt durch das Event weiter an Fahrt. In diesem Bereich gibt es viele Berührungspunkte mit Unternehmen wie „A+ Composites“, die vor allem im Bereich Faserverbundwerkstoffe aktiv sind. Weitere Zukunftsthemen, an denen Lohmann nun weiter arbeiten möchte, sind beispielsweise Recycling oder Splicing. Auch in diesem Bereich wurden interessante Kontakte geknüpft. Geplant sind nun weitere Termine mit den rheinland-pfälzischen Unternehmen, um die Arbeit im Netzwerk weiter zu stärken und neue Projekte zu generieren.

www.lohmann-tapes.com

2. Additive Manufacturing Forum in Berlin

In diesem Jahr fand am 5./6. März das 2. Additive Manufacturing Forum in Berlin statt. Das Manufacturing Forum ist die Antwort der Hauptstadt auf das enorme Potential der additiven Fertigung. Dabei wird im Rahmen eines Konferenzprogrammes Raum für die Vorstellung von Neuerungen geboten und in „Streitgesprächen“ werden zwei Blickwinkel auf eine Fragestellung präsentiert. Schwerpunkte sind die Themenfelder Produktdesign und Prozesssicherheit sowie Geschäftsmodelle und Materialentwicklung. Den direkten Austausch und die Möglichkeit zu intensiven Gesprächen mit Herstellern und Dienstleistern ermöglicht eine parallele Ausstellung.
Die Veranstaltung gab viele Einblicke in aktuelle Entwicklungen und zeigte, dass auch Akteure in den Markt einsteigen, die bisher mit der Produktion an sich nicht viel zu tun hatten. UPS zum Beispiel hat Druck-Zentren in Planung, die es ermöglichen sollen innerhalb von 24 Stunden die bestellten Teile zu drucken und auszuliefern.
Bei verschiedenen Beiträgen wurde deutlich, dass es nicht den einen Weg für die Einführung der Additiven Fertigung in die Produktion gibt. Es wird sich im Einzelfall zeigen, für welche Unternehmen die Etablierung der Additiven Fertigung im eigenen Unternehmen sinnvoll ist und wo die Kooperation mit einem Dienstleister seine Vorteile hat. Für die Einsteiger ist wahrscheinlich zunächst die Nutzung des Dienstleiters sinnvoll und erst wenn die Produkte bei den Kunden gut angenommen werden die Einführung des Fertigungsverfahrens im eigenen Unternehmen. Die endgültige Entscheidung sollte am besten im intensiven Dialog mit Herstellern und anderen erfahrenen Nutzern gefällt werden, so war die Meinung vieler Referenten.
Im Entwicklungsprozess neuer Produkte muss die Additive Fertigung von Anfang an bedacht werden, um die Vorteile dieser Fertigungsverfahren optimal zu nutzen. Dafür ist die Vermittlung des Wissens um die Möglichkeiten und Restriktionen des Fertigungsverfahrens an alle Personengruppen, die an den Entwicklungs- und Fertigungsprozessen beteiligt sind, entscheidend. Die Beiträge haben auch deutlich gemacht, dass die Serienproduktion von Komponenten mittels Additiver Fertigung in den meisten Bereichen noch weit weg ist, es aber in Kleinserien und besonders der Einzelteilfertigung viele potentielle Anwendungsbereiche gibt. Auch die Fertigung von Ersatzteilen wird in den kommenden Jahren stark zunehmen.

Forum Leichtbau und Ländertreffen Leichtbau

Am 24. Oktober trafen sich Vertreter aus den Bundesländern mit Mitarbeitern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BWMi) und der Geschäftsstelle Leichtbau im BMWi, um sich kennenzulernen und Möglichkeiten der Kooperationen besprechen. Zu Beginn stellen die Teilnehmer sich und die jeweiligen Aktivitäten im Bezug zum Leichtbau vor. Dabei zeigte sich, dass einzelne Bundesländer schon erfolgreich kooperieren, so zum Beispiel Sachen und Bayern, Bayern und Baden-Württemberg mit Österreich und der Schweiz sowie Rheinland-Pfalz und Hessen. Es wurde vereinbart, dass die Vertreter der Bundesländer sich intensiver über ansehende Aktivitäten austauschen und nach Möglichkeit kooperieren. Die Anzahl der Veranstaltungen soll etwas reduziert werden, dafür im Gegenzug die Qualität der einzelnen Veranstaltungen weiter verbessert werden. Die Anwesenden sprachen sich dafür aus einen Roadmap-Prozess anzustoßen und zu begleiten.

Gemeinsam mit den Vertretern aus den Bundesländern trafen sich am 25. Oktober Vertreter von wissenschaftlichen Einrichtungen, Unternehmen, Vereinen und Verbänden aus dem Themenfeld Leichtbau in der Aula des BWMi, um sich über den Zusammenhang zwischen Leichtbau und Digitalisierung auszutauschen. Es zeigte sich, dass die Digitalisierung in allen Schritten der Produktentwicklung eine wichtige Rolle spielt und damit das Potential des Leichtbaus noch besser als in der Vergangenheit ausgeschöpft werden kann.

3D Konzept-Lab in Berlin

Am 15. September 2017 trafen sich über 50 Experten  50 Experten aus Unternehmen, forschenden Instituten, von Ausbildungseinrichtungen sowie von öffentlichen Fördereinrichtungen und Vertreter internationaler 3D-Druck-Organisationen  auf Einladung des Verbands 3D Druck e. V. in Berlin. Sie  diskutierten verschiedene Aspekte der Additiven Fertigung in den Reinbeckhallen auf dem früheren AEG-Gelände in Berlin-Schöneweide und formulierten zwei Forderungen sowie ein Positionspapier.

„Der zentralen Forderung, insbesondere die mittelständische Industrie stärker bei der Forschung und Entwicklung zu fördern, um international den Anschluss in dieser wichtigen Technologiesparte nicht zu verlieren, werden wir mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen Ausdruck verleihen“, sagt der Vorsitzende des Vorstands, Dr. Justus Bobke.

Die zweite Forderung bezieht sich auf die Aus- und Weiterbildung. „Geradezu einstimmig ist unserem Verband die Aufgabe übertragen worden, diesen wichtigen Aspekt voranzutreiben. Bereits in den Schulen muss angesetzt werden, damit junge Menschen mit den Möglichkeiten der 3D-Drucktechnologie vertraut gemacht werden. Wir brauchen zudem praxisnahe und industrietaugliche Ausbildungsgänge, die zügig umgesetzt werden können und jene Fähigkeiten vermitteln, die die Industrie benötigt“, führt Bobke weiter aus.

Wissenschaft trifft Wirtschaft: Revolution 3D-Druck!?

Die Handwerkskammer Trier hatte gemeinsam mit der IHK Trier, der Hochschule Trier und der Universität Trier am 13.9.17 an die Hochschule Trier geladen, um die Chancen und die Herausforderungen durch die Additive Fertigung zu beleuchten. In dem Beitrag von Herrn Hoffmann (HS Trier) wurde sehr deutlich, dass die Digitalisierung auch in der Pre-Prozessphase von immanenter Bedeutung ist, denn etwa 70% der Kosten eines Bauteils werden in der Konzeptphase festgelegt. Die Hochschule Trier bietet Unternehmen einen umfangreichen Service rund um die Additive Fertigung an. Dieser reicht vom Vergleich von möglichen Systemlösungen bis hin zum Druck als Dienstleistung. In kurzen Statements lobten Vertreter aus Unternehmen die gute Kooperation mit der Hochschule Trier im Bereich der Additiven Fertigung und die hohe Kompetenz dort. Auf die Veränderungen in Geschäftsmodellen und die neuen Möglichkeiten in diesem Bereich ging Professor Block von der Universität Trier ein. Die neuen Geschäftsmodelle können sich über alle Stufen der Wertschöpfungskette erstrecken und ermöglichen auch die Ansiedlung oder Verlagerung der Produktion nahe an den Kunden. Nach den überaus informativen Beiträgen gab es die Möglichkeit die Labore der Hochschule Trier für die Additive Fertigung zu besichtigen und mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.

Additive Fertigung in der industriellen Anwendung

Die industriellen Anwendungsmöglichkeiten für die Additive Fertigung standen im Fokus der Veranstaltung vom Technologieland Hessen am 12.09.2017. Etwa 120 Interessierte aus Wirtschaft und Wissenschaft fanden den Weg nach  Darmstadt an die dortige Technische Universität. In sechs Beiträgen aus der Wirtschaft und der Wissenschaft wurde in die industrielle Produktion der Zukunft geschaut. Ein besonderes Augenmerk im industriellen Umfeld muss, laut Aussage von Prof. Anderl und Herrn Arndt von der TU Darmstadt auf die vollständige Digitalisierung der Prozesskette  gelegt werden. Hierbei sind alle drei Schritte, also Pre- und Post-Processing und der eigentliche Produktionsschritt zu betrachten. Betont wurde die Bedeutung von Schnittstellen, die für Maschinen und Programme unterschiedlicher Hersteller zugänglich sind. Des Weiteren wurde deutlich, dass die Simulation von Bauteileigenschaften, auch in Hinsicht von Ausrichtung im Bauraum und Temperatureinflüsse bei der Nutzung, entscheide Bedeutung in der Entwicklungsphase hat, wie Herr Thyes vom Fraunhofer LBF aus Darmstadt darlegte.
In den Beiträgen der MAN Diesel & Turbo SE, der EOS GmbH und von Concept Laser GmbH wurde deutlich, wie weit die Additive Fertigung heute schon industriell genutzt werden kann und was in 5 – 8 Jahren an weiteren Schritten zur Automatisierung der Fertigung möglich ist. Von der Wacker Chemie AG wurden die neutesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Silikone für die Additive Fertigung präsentiert. Dieses Material eröffnet die Möglichkeit Komponenten mit, für additive Verfahren, neuen Eigenschaften herzustellen und vergrößert somit die Anwendungsbreite des Fertigungsverfahrens deutlich.

Rapid.Tech + FabCon 3D 2017 in Erfurt

Bei der 14. Auflage der Rapid.Tech + FabCon 3D vom 20. – 22.6.17 zeigten über 200 Aussteller aus dem In- und Ausland die neuesten Entwicklungen im Bereich der Additiven Fertigung. In verschiedenen Fachforen wurden in über 90 Beiträgen neue Ergebnisse aus der Wirtschaft und der Wissenschaft präsentiert. Die Veranstaltung hat sich von einer Fachkonferenz mit begleitender Ausstellung zu einer der Leitveranstaltungen in dem Themenbereich entwickelt. Jeder Konferenztag wurde durch eine Keynote eröffnet. Als Speaker für den Eröffnungstag konnte der Begründer des 3D-Drucks Charles Hull gewonnen werden. Anschließend wurden einzelne Themen in Fachforen behandelt. Die Keynote am zweiten Tag kam von der Firma Sauber aus dem Motorsport und bot einen sehr guten Einstieg in das Fachforum „Automobilindustrie“. Bei diesem Forum wurde der unterschiedliche Stand bei der Integration der Additiven Fertigung in die Serienproduktion und die Erwartungen an das Verfahren deutlich. Es zeigte sich, dass die Serienfertigung von Teilen mittels der Additiven Fertigung derzeit für Massenprodukte noch nicht möglich ist. Die Additive Fertigung kommt aber auch bei großen Herstellern schon im Bereich des Rapid Toolings und für Produktionshilfsmittel zum Einsatz. Auch bei der Fertigung von Kleinserien kommen additiv gefertigte Teile zum Einsatz. Die Erwartungen an die Nutzung der generativen Fertigungsverfahren in den nächsten 10 Jahren gingen bei den Referenten etwas auseinander. Es ging dabei von Nischenanwendungen für die Unterstützung der traditionellen Fertigung bis hin zu einer bedeutenden Rolle im Fertigungsprozess, da die Variationsbreite der angebotenen Modelle stark zunehmen werde. Einig waren sich die Referenten und Zuhörer darin, dass die Additive Fertigung die traditionellen Verfahren nicht komplett verdrängen wird, sondern es zu einem sinnvollen Zusammenspiel der unterschiedlichen Verfahren kommen wird. Je kleiner die Losgröße, desto höher der Anteil an additiv gefertigten Teilen im Fahrzeug.

Neben der Ausstellung bot die Abendveranstaltung im Steigerwaldstadion am ersten Tag der Konferenz und Messe, nach der Verleihung der Preise für die international ausgeschriebene 3D Pioneers Challenge, die Möglichkeit zu intensiven Gespräch der Aussteller und der Konferenzteilnehmer untereinander.  Diese Möglichkeit wurde trotz der tropischen Temperaturen von vielen Interessierten genutzt.

Weitere Informationen: www.rapidtech.de

Technologietag Hybrider Leichtbau 2017

Über 300 Teilnehmer folgten am 30./31.05. der Einladung der Leichtbau BW GmbH zum 4. Technologietag Hybrider Leichtbau auf das Gelände der Stuttgarter Messe – das bedeutete einen neuen Besucherrekord. Die Veranstaltung war in diesem Jahr deutlich internationaler ausgerichtet, was auch durch die Auswahl Chinas als Partnerland verdeutlicht wurde. Die Konferenz mit begleitenden Fachausstellung am ersten Veranstaltungstag widmete sich in diesem Jahr in Keynotes und Techniksessions den Schwerpunkten Fertigungstechnologien und Produktion. Am neuen zweiten Veranstaltungstag rückte die Geschäftsanbahnung in den Fokus - insbesondere für KMU.

Der Geschäftsführer der Leichtbau BW GmbH, Dr. Wolfgang Seeliger, sagte zur Eröffnung der Konferenz: "Leichtbau wird künftig zusammen mit der Digitalisierung sowie Additiver Fertigung und vernetzten Produktionsverbünden zum 'Knotenpunkt für Megatrends' der Industrieentwicklung." Leichtbau an sich helfe dabei, Produkte für die Kunden zu optimieren, während eine digitalisierte Entwicklungskette dazu beitrage, in der Produktentwicklung das Beste herauszuholen. Im Zusammenspiel von additiver Fertigung und vernetzten Produktionsverbünden lasse sich wiederum die Produktfertigung optimieren, wobei der Leichtbau hier seine Anknüpfung an Industrie 4.0 finde. Seeliger: "All dies bietet ein enormes Marktpotenzial bei gleichzeitiger Ressourceneffizienz … auch mit Blick auf internationale Märkte."

Die begleitende Ausstellung bot den Teilnehmern die Möglichkeit in den intensiven Austausch mit einigen Referenten zu treten. Insbesondere zu erwähnen sind die Kontaktmöglichkeiten ins diesjährige Partnerland.

Branchen-Gespräch: Schweiß- und Hybridfügetechnik in der Metallindustrie in Rheinland-Pfalz

Die Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt hat durch das Referat „Industrie“ gemeinsam mit dem Technologie-Institut TIME, den Netzwerken der Fahrzeugindustrie und den Wirtschaftsfördergesellschaften der Regionen Altenkirchen, Kaiserslautern, Montabaur und Neuwied am 26. April 2017 zum Branchendialog zu dem Thema Schweiß- und Hybridfügetechniken in der Metallindustrie in Rheinland-Pfalz in die Räumlichkeiten des Ministeriums eingeladen. „Mit den Branchen-Gesprächen verfolgen wir das Ziel, den Austausch über wichtige Technologiethemen zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Transfereinrichtungen zu unterstützen. Ich freue mich, wenn diese Gespräche dazu beitragen, Impulse für die Zukunftsentwicklung der Unternehmen zu setzen“, sagte Staatssekretärin Schmitt mit Blick auf die regelmäßig stattfindenden Branchen-Gespräche im Wirtschaftsministerium.

Der Einladung sind gut 30 Vertreter aus Unternehmen, aus wissenschaftlichen Einrichtung und Multiplikatoren gefolgt. Nach der Begrüßung gab es Beiträge zu den Chancen von Entwicklungsprojekten (Herr Kraft, Wirtschaftsförderung Altenkirchen), über die Perspektiven der Schweißtechnik (Dr. Polzin, TIME gGmbH) und die Technologien und Potentiale der Hybridfügetechnik (Prof. Geiß, TU Kaiserslautern). In der Anschließenden Podiumsdiskussion äußerten sich Frau Dr. Wagner (Schneider optische Werke), Herr Bay (General Dynamics), Dr. Eicher (EvoBus), Prof. Geiß und Dr. Polzin zu den Zukunftsaussichten der Fügeverfahren, zu den Anforderungen der Verfahren über den Lebenszyklus der Produkte hinweg und die notwendige Qualitätskontrolle. Alle Vertreter waren sich darin einig, dass die Auswahl des optimalen Fügeverfahrens in Absprache mit den Spezialisten in einer frühen Phase des Entwicklungsprozesses erfolgen muss. Die Auswahl des passenden Verfahrens muss bei jeder Änderung der Konstruktion oder der Rahmenbedingungen neu erfolgen. Es bestand Einigkeit darüber, dass es nicht das eine Verfahren für alle Anwendungen gibt. Die Verfahren werden weiterentwickelt, so dass es für die verschiedensten Anwendungen optimierte Lösungen gibt.

Pressemitteilung vom 26.04.2017, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau RLP

 

 

„Additive Fertigung: Chancen und Herausforderungen durch 3D-Druck“

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Am 16. März 2017 trafen sich über 160 Teilnehmer zur Veranstaltung „Additive Fertigung: Chancen und Herausforderungen durch 3D-Druck“ im Pfalzbau in Ludwigshafen. Nach dem Grußwort des Wirtschaftsministers Dr. Wissing zum Thema Technologietransfer gab es ein Grußwort des Transferbotschafters des Potentialbereichs „Leichtbau und Neue Materialien“ zu den Möglichkeiten des 3D-Drucks. Anschließend wurde der aktuelle Stand der Technik von Herrn Buschhorn vom KIMA der TU Kaiserslautern dargelegt. Von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erläuterte Frau Karevska Neue Geschäftsstrategien und innovative Wertschöpfungsketten durch 3D-Druck. Anschließend legten Herr Braun von der LKH Kunststofftechnik Heiligenroth GmbH & Co. KG und Herr Andres von WJW Waterjet GmbH die Herangehensweisen an das Thema in ihren Unternehmen dar. Im letzten Beitrag der Plenarsession ging der Rechtsanwalt und Buchautor Dr. Leupold darauf ein, wie bei der Nutzung vom 3D-Druck Verfahren geistiges Eigentum und Geschäftsgeheimnisse geschützt werden und Haftung für Produktfehler vermieden werden können.

In den Materialsessions (Metall, Polymer, Glas/Keramik) gab es  eine  Reihe  von Beiträgen zu neuen Materialien und neuen Anwendungsmöglichkeiten im meist industriellen Umfeld. Hier entwickelten sich auch intensive Diskussionen, ebenso wie bei den Vorträgen zu anwendungsorientierten Projekten und Systemlösungen. Die Möglichkeit des Austausches der Teilnehmer untereinander und mit den Referenten wurde in den Pausen und im Rahmen der begleitenden Ausstellung intensiv genutzt.

Die Veranstaltung fand bei den Teilnehmern ein sehr positives Echo. Im Rahmen der Transferinitiative werden nun Aktivitäten entwickelt, mit denen das Thema weiterhin bearbeitet werden soll. Das Ziel dabei wird die Vernetzung der Wirtschaft untereinander und mit den führenden wissenschaftlichen Einrichtungen, um den Innovationsstandort Rheinland-Pfalz zu stärken.

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Download Teilnehmerliste

Falls Sie sich nicht auf der Liste finden und noch hinzugefügt werden möchten, kontaktieren Sie bitte Dr. Stefan Kamalge per E-Mail kamlage@img-rlp.de.

 

Voträge zum Download:

(soweit vorhanden)

Plenar Session

Nils Buschorn | TU Kaiserslautern - KIMA |
Einführung in den 3D-Druck - Grundlagen, Verfahren, Begriffe

Konrad Andres | WJW Waterjet GmbH
Nutzung von 3D-Druck: Dienstleistungen vs. Inhouse II

Dr. Leupold | Leupold Legal
Geistiges Eigentum und Geschäftsgeheimnisse schützen, Haftung und Produktfehler vermeiden


Metallpulver Session

Dr. Erik Marquardt | VDI e.V.
Handlungsfelder Additive Fertigungsverfahren

Tobias Caspari | Heraeus Additive Manufacturing GmbH
Herausforderungen bei der Verarbeitung von Spezialmetallen in der Additiven Fertigung

Herr Volkmann | BASF SE
Entwicklung und Optimierung von AM Bauteile für die Verfahrenstechnik


Glas / Keramik Session

Richard Gaignon | 3D Ceram |
3D printing applied to technical ceramic

Dr.-Ing. Jürgen Reinemuth | THALETEC GmbH
Additiv gefertigte Komponenten für verfahrenstechnische Anwendungen

Dr. Wolfgang Kollenberg | WZR ceramic solutions GmbH
Bei Interesse am Beitrag von WZR ceramic solutions GmbH bitte eine Mail an kamlage@img-rpl.de senden. Ihr Wunsch wird an Herrn Dr. Kollenberg weitergeleitet.


Polymer Session

Herr Kleinebrahm | Dr. Boy GmbH & Co. KG
Spritzgießen mit gedruckten Werkzeugeinsätzen

Sayama Kazi | Evonik Resource Efficiency GmbH
Materialien für den industriellen 3D-Druck


Anwendungsorientierte Projekte & Systeme

Dr. Jens Schlimbach | Institut für Verbundwerkstoffe GmbH
Thermoplastischer 3D-Druck mit kuntinuierlicher Faserverstärkung

Dr. Patrick Löb | Fraunhofer-ICT-IMM
Nutzung additiver Fertigungsverfahren zur Realisierung strukturierter chemischer Reaktoren

Frank Schäflein | Stratasys GmbH
Einsatz additiver Fertigungsverfahren jenseites des 3D-Drucks

Dr.-Ing. Hans Jürgen Gittel | SteaGi GmbH Nürtingen
3D-Druck für industrielle Anwendungen

Peter Alderath | 3D Systems GmbH
Herstellung von Komponenten aus Polymeren

Karsten Hilbert | TU Kaiserslautern KIMA
Identifizierung geeigneter Bauteile für die additive Fertigung


Workshop Recycling von CFK-Komponenten – Herausforderungen und Chancen

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Zur ersten Veranstaltung der Transferinitiative Rheinland-Pfalz trafen sich am 29.11.16 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Ministerien bei der Vecoplan AG in Bad Marienberg um über das Thema „Recycling von CFK-Komponenten – Herausforderungen und Chancen“ zu sprechen. Die Entwicklung von Konzepten für das Recycling ist keine kurzfristige Aufgabe, sondern etwas für die nächsten 5 – 10 Jahre. Solange wird es noch dauern, bis große Mengen an CFK-Komponenten aus dem Automobilbau, der Luftfahrt und der Windenergie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben, aber die Entwicklung der entsprechenden Konzepte erfordert diesen Vorlauf.

Bei dem gut besuchten Workshop, der von der Transferinitiative und Ecoliance Rheinland-Pfalz e. V. organisiert wurde, gab es nach den Grußworten des Transferbotschafters für das Schwerpunktthema „Leichtbau und Neue Materialien“ Herrn Professor Jahn, dem Geschäftsführer von Ecoliance Herrn Dr. Gerber und dem Vorstand der Vecoplan AG Herrn Berens  interessante Beiträge von Professor Türk (TH Bingen), von Dr. Lahr (Institut für Verbundwerkstoffe GmbH) und von Herrn Stehle (Vecoplan AG). Herr Professor Türk berichtete über  die Verwendung von CFK-Komponenten mit einer duroplastischen Matrix im Bereich Automobil und Luftfahrt. Der Beitrag von Dr. Lahr beschäftigte sich  mit Möglichkeiten der Nutzung von thermoplastischen CFK-Produktionsabfällen für Bauteile in Flugzeugen. Herr Stehle sprach über die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Zerkleinerung von CFK-Komponenten.

Es gab eine intensive Diskussion der Teilnehmer zu den einzelnen Beiträgen und über grundlegende Fragen. Es wurde die Erwartungen geäußert, dass zum einen die Rahmenbedingungen dafür sorgen müssen, dass sich die Entwicklung von Recyclingverfahren lohnt, und zum anderen die recycelten Fasern über reproduzierbare Eigenschaften verfügen, um den Einsatz in Serienbauteilen in den Bereichen Automobil und Luftfahrt zu ermöglichen. Es gibt in diesen beiden Anwendungsbereichen eine ganze Anzahl von Komponenten, die aus recycelten Fasern gefertigt werden können. Der Austausch der Teilnehmer führt hoffentlich zu erfolgreichen Projekten.

Download Vortrag Carbonfasern - Mechanische Aufbereitung im Recyclingprozess

Download Vortrag - Kohlenstofffaser-verstärkte Duroplaste in Leichtbau-Anwendungen
Herstellung, Nutzung und Wiederverwertung

Download Vortrag - Aufbereitung thermoplastischer CFK-Produktionsabfälle für Interieur- Luftfahrtbauteile

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