Digitale Nährstoffe am runden Tisch

Pressemitteilung

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  • Am „Round Table Industrie 4.0“ der Transfer-Initiative RLP tauschten sich Lebensmittelbranche, Maschinenbau und Wissenschaft aus
  • Digitalisierung erleichtert das Arbeiten und die Datenerfassung von der Rohstoff- und  Nahrungsmittelerzeugung bis zum Endverbraucher, braucht aber viel Dialog

Kaiserslautern, 07. Februar 2018 – Jedes Jahr nach der Weinlese zeigt sich dasselbe Bild: Vor den Annahmestellen rheinland-pfälzischer Winzergenossenschaften stauen sich die Traktoren der Weinbauern mit ihren Trauben, die bis zur Abnahme teils stundenlang in der Sonne schmoren. Der Grund: Die Genossenschaften wissen vorher nicht, welche Menge und Qualität an Weintrauben sie an welchem Tag von welchen Winzern erhalten. „Interessant dabei ist, dass genossenschaftlich organisierte Molkereien ähnliche Probleme haben. Aber beide Branchen kennen sich nicht. Und sie wissen meist auch nicht, dass dieselbe Lösungschance auf sie wartet, nämlich die Digitalisierung in
der Lebensmittelwirtschaft“, erläutert Stephan Hamm. Der Transfermanager der Transferinitiative Rheinland-Pfalz bringt zu diesem großen Thema deshalb Nahrungsmittelerzeuger, Technik- Dienstleister und Wissenschaftler an einen Tisch, um Dialog und Projekte anzukurbeln. Dazu trafen sich zuletzt beim „Round Table Industrie 4.0“ in Kaiserslautern Anfang Februar 30 hochrangige Vertreter von Getränke- und Nahrungsmittelproduzenten, Handelskonzernen, branchennahen Maschinenbauern, Verbänden, IHK, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. In dieser ungewöhnlichen Runde mit Teilnehmern nicht nur aus Rheinland-Pfalz ging es um zentrale Fragen: Was kann und will die Lebensmittelwirtschaft von der Digitalisierung und entsprechenden Hilfestellung durch technische Lösungen erwarten? Wer kann bei konkreten Anliegen wen unterstützen?

Smart Data: Chancen und Herausforderungen

Dabei sind die Chancen ebenso groß wie die Herausforderungen. So kann etwa unter dem Titel „Smart Data“ die Datenerfassung von der Rohstoff- und Lebensmittelerzeugung bis zum Endverbraucher helfen, Erträge besser einzuschätzen, die Lieferlogistik zu verbessern, effizienter zu produzieren und die Herkunft von Lebensmitteln transparent und eindeutig zu machen. Dazu sammeln etwa Sensoren bei Herstellern Produktionsdaten. Zugleich gilt es jedoch diese unternehmensübergreifend gesammelten Daten samt Urheber zu schützen und die Weitergabe gezielt zu kanalisieren. Daran sind die Anwender ebenso interessiert wie am Datenschutz personenbezogener Daten im Themenfeld Arbeit 4.0, wo es zum Beispiel um die Mitarbeiterqualifizierung und den Einsatz von Assistenzsystemen wie Tablets, Roboter oder Virtual- Reality-Technik geht.

„Die Digitalisierung erleichtert das Arbeiten auf allen Ebenen, sie verlangt aber auch ein gründliches Umdenken und einen intensiveren Dialog der Beteiligten“, brachte es Prof. Dr. Detlef Zühlke auf den Punkt. Der Transferbotschafter Industrie 4.0 des Landes Rheinland-Pfalz ist zugleich  Vorstandsvorsitzender der Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V., der Gastgeberin der Veranstaltung. Die Industrie 4.0-Aktivitäten des deutschen Maschinenbaues präsentierte Michael Przytulla, VDMA Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. „Der wirtschaftliche Nutzen der Digitalisierung, aber auch der Stellenwert von Cybersecurity, ist vielen Unternehmen noch nicht klar.“ Vom Arbeitgeberverband Ernährung Genuss Hessen/Rheinland Pfalz war Hauptgeschäftsführer Axel Jürging gekommen, der die Zusammenarbeit mit der Transfer-Initiative herausstellte: „Sie gibt sehr wertvolle Impulse in die Firmenlandschaft der Nahrungsmittelwirtschaft.“

Dies sahen auch die Teilnehmer des Round Table so: „Die Unternehmen wünschen sich, dass die Transferinitiative RLP im Dialog mit anderen als Begleiter fungiert, Anstöße gibt und einen  branchenübergreifenden Diskurs organisiert. Das ist auch unser Ziel: Wir kennen die wichtigen Themen und Mitspieler und wollen diese zusammenführen. Nicht zuletzt, um die Innovation in Rheinland-Pfalz voranzubringen und dem Land weitere Strahlkraft beim Thema Industrie 4.0 zu verleihen“, verdeutlicht Transfermanager Stephan Hamm.

Über die Transferinitiative Rheinland-Pfalz
Mit der Transferinitiative RLP fördert das Land Rheinland-Pfalz den Austausch von Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft. Federführend wird die Initiative von der IMG Innovations-Management GmbH umgesetzt und von der IMG Innovations-Management GmbH unterstützt. Sie soll die  Innovations- und Wettbewerbskraft des Landes stärken und sieht sich als Netzwerk- und Service-Zentrale für Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen auf drei wichtigen Zukunftsfeldern: Industrie 4.0, Leichtbau und Neue Materialien sowie Personalisierte Medizin.


Das Zukunftsfeld Industrie 4.0 wird verantwortet von der Technologie-Initiative SmartFactoryKL e.V. Der Hauptfokus liegt dabei auf der Lebensmittelwirtschaft. Durch unser Netzwerk aus Unternehmern, Forschern, Verbänden und Kammern lassen sich Interessenten flächendeckend erreichen.

Ansprechpartner Transferinitiative RLP
Stephan Hamm
Transfer-Manager Industrie 4.0
Trippstadter Str. 122
67663 Kaiserslautern
0631/20575-3420
hamm@smartfactory.de

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