Transfer für die Personalisierte Medizin

Von der Forschung in die Wirtschaft

Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind am 23. Oktober 2017 zum Erfahrungsaustausch in Mainz zusammen gekommen. Das Ergebnis waren angeregte Gespräche über die beispielhaften Innovationen im Feld der Personalisierten Medizin und auch darüber wie guter Wissens- und Technologietransfer gelingen kann.

Was bleibt?

Die Veranstaltung hat die Diversität der Personalisierten Medizin gezeigt. Verbesserte Therapieoptionen (z.B. auch durch genauere Diagnostik oder fortschrittliche Medikamente) werden gerade da benötigt, wo der Leidensdruck der Patienten sehr hoch ist. Durch eine immer älter werdende Gesellschaft steigt der Bedarf für neue Behandlungsmöglichkeiten insbesondere für die assoziierten Krankheiten, wie Krebs, Diabetes und Rheuma. Durch die Digitalisierung nimmt gleichzeitig die Geschwindigkeit in unserer aller Leben erheblich zu und damit auch der Stress, dem wir ausgesetzt sind.

Die Referenten haben aufgezeigt wie sie diese Volkskrankheiten adressieren und dazu beitragen Patienten verbesserte Therapieoptionen zu geben. Hierbei spielt die Personalisierung der Behandlung eine immer größer werdende Rolle.

Bei dem Transfer neuartiger Therapien und Analysemethoden aus der Forschung in die Anwendung spielen Startups eine herausragende Rolle wie man am Beispiel der daacro GmbH & Co KG Trier, der Ganymed und der BioNTech Mainz sehen kann. Dabei gilt es die Transformation von freier Forschung in die Entwicklung nach Unternehmens-Standards zu erreichen. Unternehmerisches Handeln ist meist Neuland für Forscher und erfordert ein Umdenken. Auch selbstbewusstes Marketing der Produktidee stellt eine schwierige Hürde bei der Etablierung eines Unternehmens dar. Die Forschung muss sich an diesem Punkt ein Stück weit von Ihrer technischen und häufig Detail-verliebten Herangehensweise lösen und clevere Marketingstrategien entwickeln, um dem zukünftigen Produkt Sichtbarkeit zu verleihen.

Begibt man sich in die Welt der Wirtschaft, gehören hier auch Rückschläge dazu. Ein gewisses Risiko ist immer dabei. Dass man sich hiervon nicht entmutigen lassen sollte, zeigt uns das Beispiel von Prof. Dr. Dr. Pfützner, der auch nach seiner Insolvenz wieder auf die Beine gekommen ist und verschiedene vielversprechende Produktentwicklungen weiter vorantreibt. Die Sciema UG unterstützt diese im Marketing und geht damit eine der Herausforderungen des Transfers an. Als Professor der TH Bingen arbeitet Prof. Dr. Dr. Pfützner auch daran seinen Studenten Wissen zu vermitteln, welches sie auf ihre zukünftige Arbeit in der Wirtschaft vorbereitet und trägt so dazu bei die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schlagen.

Bei all den unterschiedlichen Herausforderungen in Wirtschaft und Wissenschaft, betonte Frau Dr. Hammar, dass die ORGENTEC Diagnostika GmbH aus Mainz die Exzellenz bei der Kooperation mit den Forschungseinrichtungen im EuroTEAM-Projekt sehr schätzten. Auch hier finden wir ein Positivbeispiel dafür wie sich Unternehmer und Wissenschaftler gut ergänzen.

Die vier Erfahrungsberichte der Unternehmer zeigten, wie wichtig die Implementierung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach industriellen Standards, sowie die Validierung von Forschungsergebnissen in der Entwicklung sind, um das Risiko eines Misserfolgs zu minimieren. Darüber hinaus ist die Sichtbarkeit und professionelle Vermarktung auf dem Weg von der Wissenschaft in die Wirtschaft entscheidend für den Erfolg einer Innovation.

Die Entwicklung neuer Medizinprodukte ist insgesamt langwierig, mit einem hohen Risiko verbunden und kostenintensiv. Im Rahmen der Veranstaltung erläuterte Herr Bechtel von der Investitions- und

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