Vernetzte Bio- und Medizininformatik

Kurzbericht

Download Bericht & Impressionen "Biomedical Informatics Symposium, 20. Juni 2018"

  • Vielfältige Beiträge und reger Austausch von Bio- und Medizininformatikern in entspannter Atmosphäre verbessern die regionale Zusammenarbeit.
  • Symposium ist Auftakt für weitere Themen, wie Maschinelles Lernen und Big Data Analysen, bei Folgeterminen.

Mainz, 20. Juni 2018 – In lockerer Atmosphäre waren die Hingabe und Freude der Forscher und Unternehmer an Ihren Projekten förmlich zu spüren. Am 20. Juni luden die Transferinitiative RLP und der Spitzencluster Ci3 zum gemeinsamen Symposium in den Coworking Space M1 in Mainz ein.

Der medizinische Laborverbund Bioscientia konnte zeigen, dass man anhand smarter Datenanalysen und bereits erhobener Daten Blutkrebs besser identifizieren kann. Dr. Armin Piehler, Arzt im Verbund, betonte, dass Mediziner solche Hilfestellungen benötigen, um in der knappen Zeit, die ein Arzt für seinen Patienten hat, die richtigen Entscheidungen zu fällen.

Große Datenmengen macht sich auch die TRON gGmbH zunutze, wenn Sie sich auf die Suche neuen potenten Zielstrukturen für die individualisierte Krebstherapie begeben. Erste Ergebnisse klinischer Studien deuten bereits auf die Wirksamkeit der Immuntherapie hin, die mit Hilfe der eigens entwickelten Software MyMUT® überhaupt erst ermöglicht und gemeinsam mit der Mainzer BioNTech AG umgesetzt wird.

Naturwissenschaftler glauben nur was sie auch sehen können. Daher braucht eine gute bioinformatische Analyse auch unbedingt eine gute Visualisierung, welche die Ergebnisse nachvollziehbar darstellt. Hierzu nutzen und entwickeln Forscher an der IMB gGmbH und der Universitätsmedizin Mainz Tools, die es Forschern relativ einfach ermöglichen Ihre Ergebnisse interaktiv darzustellen. In einer Zeit, in welcher fast alle wissenschaftlichen Publikationen online gelesen werden, ist zu erwarten, dass auch die großen Verlagshäuser bald die Abbildungen interaktiv gestalten - für den offenen Wissensaustausch sicher ein riesen Vorteil.

Um das was dem menschlichen Auge vorborgen bleibt, ging es im Vortrag von Dr. Christina Gillmann der Technischen Universität Kaiserslautern. Eindrucksvoll zeigt sie, dass bei der Analyse von z.B. radiologischen Aufnahmen, bei denen ein Mediziner unsicher ist in seiner Diagnose, die Medizininformatik eine wertvolle Entscheidungshilfe darstellt.

Darüber hinaus gaben die Impulse von den Großkonzernen Boehringer Ingelheim und Roche Diagnostics, aber auch die Beiträge der kleineren Unternehmen, wie n-Tier construct und Pharmakon Software, den Teilnehmern spannende Einblicke in die Arbeitswelt in Pharma- und Diagnostika-Industrie.

Das Symposium stellt den Auftakt für eine Reihe von Angeboten für die Bio- und Medizininformatiker der Region dar. Der freundschaftliche und fachliche Austausch von über 40 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft ist eine gute Voraussetzung, um das Netzwerk bei weiteren Veranstaltungen, zu den drängendsten Themen wie „Maschinelles Lernen“ oder „Big Data Analytics“ zu stärken und auszuweiten. Interdisziplinarität, aber auch Gleichberechtigung, sowie die Zusammenarbeit mit anderen Netzwerken und Vereinen, wie dem Deutsches Netzwerk für Bioinformatik-Infrastruktur (de.NBI), werden dabei entscheiden für den Erfolg sein.

Über die Transferinitiative Rheinland-Pfalz

Mit der Transferinitiative RLP fördert das Land Rheinland-Pfalz den Austausch von Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft. Federführend wird die Initiative von der IMG Innovations-Management GmbH umgesetzt und von der Stiftung für Innovation Rheinland-Pfalz unterstützt. Sie soll die Innovations- und Wettbewerbskraft des Landes stärken und sieht sich als Netzwerk- und Service-Zentrale für Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen auf drei wichtigen Zukunftsfeldern: Industrie 4.0, Leichtbau und Neue Materialien sowie Personalisierte Medizin.

Die Personalisierte Medizin ist ein Trend, der das Potenzial mitbringt, die Versorgung von Patienten maßgeblich zu verbessern. Hierbei werden Medizinprodukte und Gesundheitsservices an die genetischen, molekularen und anatomischen Besonderheiten von Patienten angepasst. Entscheidend dafür ist eine gute Zusammenarbeit der Pharma-, Biotechnologie- und Medizintechnik-Industrie sowie Dienstleistern der Gesundheitsbranche.

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